Hallo ihr Lieben!
Wo soll ich bloß anfangen. Also, die Gewinnerinnen meiner Blogverlosung müssen bitte etwas Geduld mit mir haben, ich werde es vor Weihnachten wohl nichtmehr schaffen die Päckchen zu versenden.
Meine Tochter kam am Freitag von ihrem Skikurs nach Hause, sehr verkühlt aber glücklich. Am Samstag morgen begann sie sich zu übergeben. Nach 3 Stunden war alles vorbei und wir alle wieder glücklich. Bis sie sich am Sonntag mittags mit Bauchkrämpfen zu winden begann. Darauf hin hat sie 4 Stunden geschlafen und ich dachte es sei alles in Bester Ordnung. Nach dem Aufwachen begann sie sich wieder zu übergeben. Naja, es kann halt nicht in einem Tag vorbei sein dachte ich. Nach einer halben Stunde versuchte sie mit meiner Hilfe aufzustehen und schaffte es einfach nicht. "Mama, ich spühre meinen rechten Fuß nicht!" Ok, Alarm!!! Mit vereinten Kräften die Große rein ins Auto und ab ins Krankenhaus! Die Autofahrt war der Horror, das mitgenommene Säckchen war bis zum Krankenhaus voll! Drinnen dann, meine Süße am WC zwischengeparkt, mit Kübel bewaffnet, und dann ging es los, eine 3/4 Stunde keine Chance das sie vom WC runter kam. Dann kam der Arzt vorbei und sagte: "Sofort stationäre Aufnahme!" (Kleiner Witz von ihm am Rande: Rauf auf die Station, weil in der Ambulanz stirbt mir Keiner! Hmmmm....die Augen meiner 12jährigen Tochter werde ich so schnell nichtmehr vergessen, auch nicht ihre Frage "Mama, wo ist der Opa gestorben, auf der Station???) Ich kenne diesen Arzt und er ist eine Seele von Mensch, er hat nur eine seeeehr seltsamen Humor!!!
Beim hinauffahren auf die Station ist mir aufgefallen das meine Tochter eiskalt ist! Im Behandlungsraum versuchte der Arzt dann zwei Leitungen zu legen, vergebens! Ihre Venen waren kollapiert und er schaffte es nicht eine zu finden. Mit vereinten Kräften hatte er es dann nach einer halben Stunde doch geschafft die Leitung zu legen. Eine, aber das ist ja besser als garkeine. Und dann musste ich meine Maus alleine zurück lassen da ja zu Hause noch 2 Mäuse auf mich warteten.
Zuhause angekommen war dann die Begrüßung meiner Kleinsten, das sie sich auf mir übergeben hat! Nach dem 3 Mal Wäsche wechseln, Bett kompett neu machen und alles irgendwo verstauen, schliefen wir alle vor Erschöpfung ein.
Der Großen ging es auch am nächsten Tag nicht besser, Kleine war wieder wohlauf. Bis zum Abend, wo sie mir die ganze gerade getrunkene Flasche wieder entgegenbrach!
Große hatte bereits 2 Tage nichtsmehr bei sich behalten. Am Abend konnte sie dann endlich ein bisschen Suppe bei sich behalten.
Ich schöpfte wirklich Hoffnung!
Dann heute die Hiobsbotschaft: es könnte doch der Blinddarm sein! Ab zur Sono, kein eindeutiger Befund!
Danach hat sie noch eine Suppe bekommen da sie schon wieder seit in der Früh nüchtern war! Und dann erklärte mir der Arzt das sie danach nichtsmehr essen darf weil sie bei Verschlächterung in der Nacht notopariert werden könnte, und sie auch morgen in der Früh nichts essen darf da sie sie möglicherweise morgen oparieren.
Ich bin einfach müde, eine Achterbahnfahrt der Gefühle, einmal Hoffnung, dann wieder nicht! Sollte sie opariert werden, dann werden wir Weihnachten im Krankenhaus feiern. Die Große, die zwei Kleinen und ich.
Es ist in so einer Situation so, das sich sehr viele Dinge relativieren. Was ist Weihnachten und warum feiern wir es!? Geht es darum immer mehr und mehr zu schenken, im Weihnachtsstress zu versinken und zu versuchen alles perfekt zu machen? Oder ist es vorrangig diesen Tag mit denen zusammen zu sein die man liebt!?
Es hat mir das alles ein wenig die Augen geöffnet, und ich weiß das es nichts wichtigeres gibt als die Gesundheit und Liebe und einfach an diesem Tag zusammen zu sein, auch ohne großes Essen, großer Geschenke und großen Christbäumen. So wie es aussieht wird es nämlich dies alles heuer bei uns zu Weihnachten nicht geben, aber dafür mehr Liebe als jemals zuvor!
Eine nachdenkliche, traurige und auch ein wenig ängstliche Tascha!